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«Aus Überzeugung liberal.»

Tanzverbot an Feiertagen ist endlich gefallen

Heute hat der Luzerner Kantonsrat entschieden, das Tanzverbot an hohen Feiertagen aufzuheben. Zuvor hatte sich die Kommission Wirtschaft und Abgaben (WAK) noch gegen eine Abschaffung ausgesprochen. Sie sah darin einen Angriff auf die im Kanton Luzern herrschenden Werte und Traditionen. Wer jedoch schon einmal an einem dieser hohen Feiertage im Ausgang war, der musste feststellen, das Tanzverbot ist definitiv überholt.

Sonderfall Luzern
Der Kanton Luzern ist einer von nur sechs Schweizer Kantonen, die noch ein Tanzverbot kannten. Insbesondere kennen alle umliegenden Kantone, mit Ausnahme von Obwalden, kein solches Verbot. Den Ausgehwilligen blieben damit stets genügend Alternativen ausserhalb der Kantonsgrenzen. In Zeiten guter Verkehrsanbindung sind sogar Grossstädte wie Zürich, Bern oder Basel nicht mehr zu weit. Das Tanzverbot ist damit zu einem sinnlosen Gesetz verkommen, denn den Ausgang konnte man den Luzernern längst nicht mehr verbieten, zu Gross war das Angebot. Schlimmer noch, man hatte damit der eigenen Wirtschaft einen Bärendienst erwiesen. Denn das Geschäft machten andere!

«Tanzverbot» galt nur für Tanzlokale
Aber nicht alle Gastwirte mussten auf ihr Geschäft verzichten, denn nur Tanzlokale mussten ihre Tore ganz schliessen. Bars und Beizen durften Gäste empfangen, wenn auch zeitlich nur stark eingeschränkt. Diese machten das grosse Geschäft, während die Club- und Discobesitzer jeweils leer ausgegangen sind. Diese Ungleichbehandlung ist nun endlich Vergangenheit – die Gäste müssen sich nun am Karfreitag im Roadhouse nicht mehr gegenseitig auf den Füssen herum stehen, wenn der DJ um halb vier anstatt um Mitternacht die letzte Runde verkündet.

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