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«Aus Überzeugung liberal.»

Leistungskultur schon in der Volksschule

Nach dem PISA-Schock im Jahr 2000 und der im Kanton Luzern gescheiterten Grossreform HarmoS folgt der nächste Tiefschlag für unser Bildungssystem: Schwierige Schüler, überforderte Lehrer und unzufriedene Eltern zeichnen ein düsteres Bild vom Zustand unserer Volksschulen. Was fehlt, ist eine Leistungskultur.

Zahlreiche kleinere Reformen im Nachgang zum «PISA-GAU» haben zu einer Überregulierung des Bildungswesens geführt. Die Verbesserungen im Ranking allerdings täuschen über die Verunsicherung hinweg, die diese Reförmchen ausgelöst haben.

Verunsicherung auf allen Ebenen
Junge Lehrpersonen bringen zwar heute einen fundierten, theoretischen Rucksack mit, in der Praxis aber wird ihr Leben dahingehend erschwert, dass sie vermehrt mit Aufgaben konfrontiert werden, auf die sie zu wenig vorbereitet sind. Die Erwartungen vieler Eltern an die Schule und nicht zuletzt an ihr Kind, decken sich selten mit der Realität. Es ist schwer sich einzugestehen, dass sein Sprössling nicht hochbegabt ist. Dementsprechend steigt der Druck auf die Schule, beziehungsweise die Lehrer.

Objektive Kriterien zeigen Defizite auf
Dem kann man nur entgegen wirken, in dem man klare Verhältnisse schafft: Eine konsequente Leistungskultur schon an der Volksschule ist notwendig. Man erweist den Schülern einen Bärendienst, wenn man ihre Leistung schönredet. Klare, objektive Bewertungskriterien hingegen zeigen Defizite auf. Das verbessert die Argumentationsgrundlage der Lehrpersonen gegenüber den Eltern, sowie deren Akzeptanz für die Beurteilung des Kindes.

Es kommt den Schülern zu Gute, wenn Defizite bereits in der Primarschule erkannt werden. Eine gezielte Förderung ist so schon früh möglich. Das Wunderheilmittel Basisstufe dagegen setzt die Latte zu tief und überfordert die Lehrer mit noch mehr zusätzlichen Aufgaben.

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