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«Aus Überzeugung liberal.»

Zwei Verlierer geben noch keinen Gewinner

Zum Entscheid der Luzerner FDP-Delegierten gegen eine Listenverbindung mit der CVP.

FDP und CVP haben dank ihrer Kompromissfähigkeit und überparteilichen Kooperation die Erfolgsgeschichte Schweiz mitgeschrieben. Aber wie soll es in Zukunft eine starke «Mitte» geben, wenn beide Parteien im Parlament nicht angemessen vertreten sind?

Damit eine Zusammenarbeit künftig zu Stande kommen kann, müssen FDP und CVP zuerst ihre Hausaufgaben machen. Das heisst: Wahlerfolg haben. Die FDP war im April klare Wahlverliererin. Ein Grund dafür ist, dass die Wähler nicht mehr wissen, wofür die Partei einsteht. Für den Erfolg braucht es ein glaubwürdiges, scharfes Profil. Die FDP.Die Liberalen müssen ihrem Namen wieder gerecht werden und den liberalen Pol besetzen, sonst machen das andere für sie. Die Ideologien der CVP und FDP unterscheiden sich diametral. Die einen sind christlich-konservativ und nennen sich Volkspartei, die anderen liberal; eine Listenverbindung wäre bei den politischen Gegnern ein gefundenes Fressen. Der Alleingang der FDP ist ein klares Zeichen an die Wählerinnen und Wähler – und nicht gegen die CVP.

Dass die CVP-Delegierten das in den falschen Hals bekommen und ihrerseits eine Zusammenarbeit für den Ständerat verworfen haben, ist bedauerlich. Bei Personenwahlen sind beide Parteien jedoch stark genug, dass diese Retourkutsche vermutlich verkraftbar ist.

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