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«Aus Überzeugung liberal.»

Fortschrittliche ZHB anstatt «Gärtli»-Denken

Leserbrief in der «Neuen Luzerner Zeitung» vom 27.01.2012

Seit Jahren verzögert sich die dringend nötige Erneuerung der in die Jahre gekommenen Zentral- und Hochschulbibliothek (ZHB) Das Gebäude mit Baujahr 1951 ist nicht mehr zeitgemäss und für den boomenden Hochschulstandort Luzern unbefriedigend. Leider sträuben sich Denkmalschutz und die linken Parteien gegen einen Neubau an gleicher Stelle. Denkmalpflegerin Cony Grünenfelder wird in der Neuen Luzerner Zeitung dahingehend zitiert, dass man sich in Zukunft überlegen müsse, gewisse Gebäude vorsorglich unter Denkmalschutz zu stellen.

Das «Vögeligärtli» ist ein attraktiver Standort, aus dem zu wenig gemacht wird. Verdichtetes Bauen ist wirtschaftlich, aber auch ökologisch, die nachhaltigste Bauweise. Dies trifft besonders auf die engräumige Stadt Luzern zu. Die Aussagen der Denkmalpflegerin und ehemaligen Grünen-Politikerin sind deshalb nur schwer nachvollziehbar. Für eine dynamische Stadtentwicklung muss Altes auch einmal Neuem weichen dürfen. Aber die Opposition überrascht nicht, wenn man die wahren Gründe kennt: Linksgrün will im Kantonsrat mit allen Mitteln eine Steuererhöhung erzwingen. Die ZHB wird zum Symbol hochstilisiert, dass die Politik der niedrigen Steuern zum Scheitern verurteilt ist. Dass der Spardruck gute Lösungen hervorbringen kann, darf aus linksgrüner Sicht nicht sein.

Finanzpolitisch ist die Verzögerung, die eine Neubauplanung mit sich bringt, natürlich gewollt. Derzeit wäre eine Erneuerung nicht denkbar. Dies ändert jedoch nichts daran, dass ein Neubau für Luzern eine grosse Chance ist. Ein gelungenes Neubauprojekt kann städtebaulich genauso wertvoll sein wie die Nachkriegsarchitektur. Das Beispiel «Sportarena» zeigt ausserdem, dass in Zusammenarbeit mit Privaten sehr gute und wirtschaftlich tragbare Lösungen möglich sind.

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