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«Aus Überzeugung liberal.»

Tempo-30-Aktionismus ist fehl am Platz

Wenn es nach Linksgrün geht, soll es in der Stadt Luzern bald mehr Tempo 30-Zonen geben (Bild: wikipedia.de)

Grüne und SP fordern in einem Postulat, dass in der Stadt Luzern flächendeckend Tempo 30 einzuführen sei –auch für den ÖV. Damit soll die Lärmbelastung für die Anwohner reduziert werden. Doch das linksgrüne Anliegen ist purer Wahl-Aktionismus und dient bloss dazu, den Individualverkehr weiter einzuschränken und von den Strassen zu verdrängen.

Der Nutzen von Geschwindigkeitsbegrenzungen zur Lärmreduktion ist höchst umstritten. Die durch Fahrzeuge im innerstädtischen Verkehr verursachte Lärmbelastung ist rein fahrerabhängig und hängt davon ab, ob der Autolenker nieder- oder hochtourig fährt. Das Beispiel Dreilindenstrasse zeigt, dass Tempo 30 nicht zwingend weniger Lärm mit sich bringt.

Tempo 30-Zonen sollten nicht Selbstzweck sein, sondern nur dort eingeführt werden, wo es die Verkehrssicherheit erfordert. In der Vergangenheit hat die Stadt viele solcher Zonen eingerichtet, um die Verkehrsbelastung auf diesen Strassen zu reduzieren. Eine flächendeckende Einführung würde diese Strassen als Ausweichrouten wieder attraktiv machen. Die Situation bezüglich Verkehrssicherheit und -lärm würde im Allgemeinen verschlechtert. Auch ist der Attraktivitäts- und Zeitverlust für den ÖV zu beachten. Die daraus resultierenden Mehrkosten werden am Schluss die Steuerzahler und Passepartout-Besitzer zu berappen haben!

Luzern braucht nicht mehr Tempo 30-Zonen. Das Agglomerationsprogramm bietet Hand für eine gesamtheitliche Lösung im Grossraum Luzern zur verkehrlichen Entlastung des Zentrums und damit zur Verkehrs- und Lärmberuhigung in der Stadt. Dies ist dem linksgrünen Wahl-Aktionismus vorzuziehen.

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