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«Aus Überzeugung liberal.»

Zweifelhafter Nutzen von mehr Ferien

Flyer Ferieninitiative

Flyeraktion gegen die Ferieninitiative vom 23. Februar am Bahnhof Luzern

Nie war das Freizeitangebot vielfältiger als heute, aber nie war auch die Freizeit rarer. Deshalb ist es verständlich, dass besonders für junge Leute die Verlockung gross ist am 11. März für mehr Ferien zu stimmen. Doch «Sechs Wochen Ferien für alle» rüttelt an den Grundpfeilern unseres Wohlstands. Ein Wohlstand der uns eben dieses Freizeitangebot ermöglicht.

Die Befürworter argumentieren, dass mehr Ferien die Gesundheitskosten senken würden. Doch niemand kann dazu verlässliche Zahlen vorweisen.  Schon heute kommen Herr und Frau Schweizer im Durchschnitt in den Genuss von fünf Wochen Ferien, ohne dass dies gesetzlich erforderlich wäre. Dass eine Ferienwoche mehr ausreichend Erholung bietet um Burnouts vorzubeugen, ist zu bezweifeln. Stress bedingt durch höhere Verantwortung im Beruf kann damit nämlich nicht reduziert werden, denn Verantwortung lässt sich bekanntlich nicht delegieren. Ausserdem wird die Gestaltung des Alltags immer individueller, was die Psyche vieler Menschen zusätzlich belasten kann.

Demgegenüber ist der wirtschaftliche Schaden genau bezifferbar. Die Initiative wird die Schweizer Wirtschaft mit zusätzlichen Lohnkosten von jährlich 6 Milliarden Franken belasten. Die volkswirtschaftlichen Kosten durch Abwanderung von Arbeitsplätzen sind noch viel höher. Besonders bedrohlich ist das Ansinnen der Gewerkschaften für die KMUs, die zwei Drittel der Schweizer Arbeitsplätze bereitstellen.

Die volkswirtschaftlichen Kosten der Ferieninitiative stehen in keinem Verhältnis zu deren zweifelhaften Nutzen. Sie gefährdet Wohlstand und unsere Arbeitsplätze und ist deshalb abzulehnen.

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